Durch das nächtliche Reykjavik zur Harpa (Harpa – Tónlistar- og ráðstefnuhúsið í Reykjavík).

Durch das nächtliche Reykjavik zur Harpa (Harpa – Tónlistar- og ráðstefnuhúsið í Reykjavík).

Nach den Tagen in den kleineren Orten und Ansiedlungen Islands

lockte die nächtlich erleuchtete Hauptstadt. Der Betriebsamkeit in um die die Einkaufsstraßen des Zentrums war der späte Jahreszeitpunkt kaum anzumerken. Es war immerhin schon Mitte Oktober, die Ferienzeiten lange vorbei. Vielleicht fehlten ein wenig die großen Autokorsos mit Insassen in Partylaune. Restaurants, Bars alle waren gut gefüllt und wir mussten ein wenig suchen, bis wir ein passendes Restaurant gefunden hatten. 

Islands neues Konzerthaus ist nicht zu übersehen.

Rundherum wurde im Herbst 2017 noch eine Menge gebaut, waren einige Wege gesperrt oder Umfahrungen für den Verkehr eingerichtet. Aber Umwege haben uns noch nie abgehalten ein Ziel zu erreichen. Das Konzerthaus Harpa wurde am Meer errichtet. Nachts erstrahlt es schon von Weitem. Wie ein Schmetterling von Kerzenlicht wurden wir magisch angezogen vom Farbenspiel, dem Wechsel von Licht und Schatten, dem Verlangen an dieser äußeren Inszenierung teilzuhaben. Es flirrt und flimmert in den Farben der Nordlichter. Ein Bauwerk unter dem Eindruck einer überbordenden, wilden faszinierenden Natur der Insel. 

Gebaut wurde die Harpa vom dänischen Architekturbüro Henning Larsen Architects

Olafur Eliasson, ein Künstler mit isländischen und ebenfalls dänischen Wurzeln, gestaltete die Südfassade und wirkte beim Design der restlichen Fassaden, sowie des Daches mit. Die Gestaltung von Licht in Räumen, sinnliche Wahrnehmung der Umgebung, die Interaktion von Eindrücken und unserem Bild der Wirklichkeit, sind immer wieder ein großes Thema in seinen Arbeiten.

Die Harpa ist ein Zentrum geworden und dies im wörtlichen Sinne.

Es ist ein Opern- und Konzerthaus, gleichzeitig ebenfalls ein Tagungs- und Konferenzzentrum. Seid seiner Eröffnung am 4. Mai 2011 waren schon über 7 Millionen Gäste hier, um das neue Haus anzuschauen. Ein neuer Magnet in Islands Hauptstadt, der mehrfach für seine Architektur aber auch die Qualität seines Konzertsaales bzw. Tagungszentrums ausgezeichnet wurde. Eine Ehrung , die das Gebäude erhielt, ist der Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur im Jahr 2013. Diese Auszeichnung (bis 1998 als Mies van der Rohe Award for European Architecture bezeichnet) gilt als der renommierteste europäische Architekturpreis. Er wird alle zwei Jahre vergeben.

Leider war während unserer Tage in Reykjavik keine Aufführung des Symphonieorchesters oder der Oper. So begnügten wir uns mit dem wunderbaren nächtlichen Anblick von innen und außen und waren ein wenig neidisch. Moderne, mutige Architektur schmückt jede Stadt gut.

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