Große Wasserfälle bei schlechtem Wetter. Dettifoss und Selfoss.

Große Wasserfälle bei schlechtem Wetter. Dettifoss und Selfoss.

Unser Ziel war ein ganz besonderer Wasserfall.

Im 206 Kilometer langen Gletscherfluß Jökulsá á Fjöllum fließen nicht nur gewaltige Mengen Wasser, er bringt auch viel Geröll und Sand mit auf seinem Weg vom Vatnajökull. Mehrere Gletscherläufe (plötzliches Entleeren eines unter einem Gletschers befindlichen Sees) von unvorstellbarem Ausmaß haben sich zwischen 2500 v. Chr. bis zum Beginn unserer Zeitrechnung  tief in das Vulkangestein eingegraben und einen 25 Kilometer langen Canyon geschaffen.

In dieser Schlucht ist der Höhenunterschied so groß,

dass sich fünf Wasserfälle gebildet haben. Von Reykjahlíð (Ringsraße 1) kommend nahmen wir die 862, eine kleine Schotterpiste (Dettifossvegur) um zum Dettifoss zu gelangen. Im Durchschnitt fallen hier 200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe.

Im Sommer, wenn Schnee und Eis taut

und viel Wasser aus den Bergen kommt, sind es bis zu 1500 Kubikmeter in der Sekunde. Das Wasser enthält viel Sediment und ist dementsprechend grau. Damit schafft es der Dettifoss locker, den Preis als „größter Wasserfall Europas“ zu erhalten.

Es war regnerisch,

trotzdem sahen wir die aufsteigende Gischt der enormen Wassermenge, die hier in die Tiefe stürzt,  schon von Weitem. Der Wind tat sein übriges. Beim Näherkommen waren wir schnell nass. Insofern habe ich von diesem Ausflug nicht sehr viele Bilder, ich wollte der Kamera nicht allzu viel Wasser zumuten (Regenschutz hatte ich keinen).

Als wir weiter flussaufwärts liefen,

kam ungefähr eine halbe Stunde später der Selfoss.  Auch er ist ein sehr schöner Wasserfall, nicht so hoch dafür viel breiter. Hier haben wir unseren Ausflug abgebrochen. Es ist möglich über die 864 (andere Flussseite) auch zum Hafragilfoss zu fahren und danach weiter über eine Allradstrecke, inclusive einer  kleinen fünfzehn minütigen Wanderung, die letzten beiden Wasserfälle (Réttarfoss und Vigabergsfoss) anzusehen. Das Wetter war einfach zu schlecht und der Aufwand (über die nächste Brücke fahren) zu hoch. Es war sein sehr eindrucksvolles Erlebnis, schon das Donnern des großen Wasserfalls bleibt in Erinnerung. Der Rest wird nachgeholt.

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