Sonntagsstimmung in Sandgerði.

Die Straßen sind wie leer gefegt.

Alle, die hier wohnen, sind entweder zu Hause oder haben den Sandgerði fürs Wochenende verlassen. Weit und breit ist niemand zu sehen. Sandgerði liegt an der Straße 45 an der Westküste der Reykjanes-Halbinsel. Ein Fischerort mit etwa 1700 Einwohnern.

Schon von Weitem

sahen wir den gelben markant am Hafen von Sandgerði platzierten Leuchtturm. Am Hafen, nicht am Wasser. Dies fand ich außergewöhnlich. Sehr oft werden diese Lichtzeichen an Außenpunkten der Küste aufgestellt. Warum ist dies hier nicht so? Ich habe es nicht herausbekommen und konnte auch niemanden fragen.

Der Ort gelangte einst zu großer Bedeutung durch seinen Handelshafen.

Nachdem das dänische Handelsmonopol 1854 aufgehoben wurde, ließen sich Kaufleute aus verschiedenen Ländern nieder. Es entstand ein Handelszentrum. Exportiert wurde Fisch, im Gegenzug kaufte man das auf der Insel kaum vorhandene Holz und Salz ein.

Die Fischgründe vor der Reykjanes-Halbinsel sind gut und reich.

Diese Erkenntnis hat sich nicht nur bei den zahlreichen Seevögeln herumgesprochen. Sie brüten ganz in der Nähe auf dem Vogelfelsen der Klippen von Hafnarberg.  Jährlich trifft eine Vielzahl von ihnen dort ein. Die Fischer vor Ort brauchen ihnen nur zu folgen. Zumindest zur Brutzeit. Natürlich ist die Technik heute modern und die Möglichkeit auf große Schwärme vor der Küste zu stoßen, immer noch gegeben.

Zahlreiche Fischkutter verbringen hier im Hafen ihr Wochenende.

Sie liegen anmutig für Postkartenaufnahmen im Hafen bereit. Vielleicht eine Nebentätigkeit? Kunstkurse könnten sich im Realismus üben, Hafenansichten zeichnen, der Romantik ein Bild verleihen. Es sieht idyllisch aus an diesem Tag. Der Sonnenschein und das Licht tun ihr übriges.

Im Ort gibt es eine Fischfabrik und wir fuhren auch an einem Fischrestaurant vorbei. Hätten ich dies gewusst… Sandgerði ist eine der größten Fischereigemeinden Islands. 

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