Der Weg zur Südwestspitze von Reykjanes. Reykjanesviti.

In diesem eher kleinen Teil Islands kann sehr gut mehrere Tage verbringen.

Wer wandern will, findet große und kleine Ziele. Selbst mit dem Auto schafft man es an einem Tag nicht alle interessanten Punkte zu sehen und, was noch wichtiger ist, entsprechend zu würdigen. Nach unsrem Zwischenaufenthalt in Sandgerði bewegten wir uns weiter auf der 425 in südlicher Richtung. Nach wenigen Kilometern sahen wir die Kirche von Hvalsnes. Diese Kirche wurde 1887 geweiht und gehört zu den berühmtesten des Landes. Hallgrímur Pétursson ein bekannter isländischer Dichter (1614-1674) hatte die Pfarrstelle in dieser Kirche von 1644-1651 inne. Seine Passionspsalmen sind bis heute ein Bestseller auf Island.

Vorbei an grasenden Islandpferden,

Lavagestein ging es bis zum Reykjanesviti, dem Leuchtturm an der Südwestspitze. Hierher zu kommen lohnt sich gleich mehrfach. Ein Weg, viel Sehenswertes. Sozusagen Drei für Eins. Großartig! Neben einer sehenswerten Kliffküste kann man den Valahnúkur erklimmen und in der Ferne Eldey bewundern.

Der Leuchtturm wirklich weit sichtbar.

Wer sich an Land orientieren will, kann ihn genauso nutzen, wie die Schiffe auf hoher See. Er wurde im Jahr 1908 in Betrieb genommenen und ersetzte damit das ursprüngliche Seezeichen auf dem Berg Valahnúkur. Mächtige Wände geben dem Bauwerk Stabilität. Im unteren Bereich könnte man eine Stärke von 3,2 Metern messen, an der Spitze sind es immer noch 1,2 Meter.

Weitere Modelmaße wie aus einem Schönheitswettbewerb:

9 Meter Durchmesser am Boden und 5 Metern im oberen Bereich. Ursprünglich wurde das Licht mit Kerosin betrieben und über eine 500 Millimeter große rotierende Linse in den Nachthimmel geschickt. Die Antriebsmechanik musste von einem Leuchtturmwärter in Gang gehalten werden. Ab 1929 leuchtete das Lichtsignal mit Gas, ab 1957 mit Strom. Leuchtturmwärter waren von Anbeginn bis zum Jahr 1999 tätig und wohnten im Leuchtturmwärterhaus ganz in der Nähe. Neben ihrer Arbeit am und um den Turm, waren sie gleichfalls Landwirte und bewirtschafteten angrenzende Farmen. Vermutlich wenig Romantik und viel Arbeit.

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